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Experten warnen vor Verharmlosung und fordern bessere
Vorbeugung - gegen den Widerstand der Grünen
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Immer gut, gleich am Anfang ernennt man sich zum
Experten, obwohl man nur ein Scharlatan ist.
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Sekten,
Kulte, Psychogruppen - unterschätzte Gefahr?
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Von Markus Schlesag
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Nur
selten tritt der Horror zutage: Etwa durch den Selbstmord dreier
Jugendlicher, die ihrem Leben durch einen Sprung von der Göltzschtalbrücke
in Sachsen ein Ende setzten; kurz davor durch einen grausamen Ritualmord,
den eine junges Ehepaar an einem 33-Jährigen in Witten verübte. Hinter
beiden Taten vermuten Ermittler satanistische Motive. Im Fall der drei
Jugendlichen könnten Sektierer Todessehnsucht gefördert haben; beim
mordenden Ehepaar, dem vom 10. Januar an in Bochum der Prozess gemacht
wird, haben möglicherweise vorangegangene Kultexzesse zur Gewalttat geführt.
Auch wenn die Verdächtigen in diesem Fall zügig gefasst wurden, stehen
Behörden und Politik dem Treiben vieler Sekten nahezu hilflos gegenüber.
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Zwei Selbstmorde und ein Mord, bei denen der
Zusammenhang mit angeblichen Sektierern nicht einmal erwiesen
ist dienen als Aufmacher,
um gleich vorweg beim Leser Emotionen zu schüren.
Die Demagogie und der Zweck der Einleitung ist nicht zu
übersehen, wenn man bedenkt dass täglich mehrere katholische und
evangelische Christen Selbstmord begehen, und mehrere Geistlicher
dieser Kirchen wegen Mord zur Zeit in Gefängnissen einsitzen.
Der Zweck dieser Einleitung ist natürlich nicht
objektive Information, sondern die effektive Stigmatisierung von
Minderheiten.
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Zwar seien Satanistengruppen
nicht so straff organisiert wie andere Sekten, "aber das Geschäft
mit dem Satanismus läuft", sagt Thomas Gandow, Pfarrer und
Beauftragter der Evangelisch-lutherischen Kirche in Berlin-Brandenburg für
Sekten- und Weltanschauungsfragen. In Zeitschriften oder durch Musik wie
"Death-Metal-Rock" werde das Thema transportiert; finde sogar
Einzug in die Kulturkritik. "Übersehen wird dabei aber, dass
derlei Dinge Vorbildcharakter gerade für Jugendliche haben",
kritisiert Gandow.
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Nachdem die Satanisten im ersten Abschnitt
erfolgreich mit Mord und Selbstmord verknüpft wurden, wird jetzt die
Stigmatisierung auf andere Gruppierungen ausgedehnt. Denn so Gandow,
Satanistenguppen sind nicht so straff organisiert wie andere
Sekten. Damit werden also alle in einen Topf geworfen. Von
jetzt an muß man im Artikel nur noch das Wort Sekte verwenden und schon hat man
die Assoziation von Mord und Selbstmord übertragen.
Das dieses die klassische Methode von Demagogen ist und
von Goebbels zur Perfektion getrieben wurde, stören den Autor und
Herrn Gandow keineswegs.
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Tabuthema Satanismus Aus Sicht
der Sektenbeauftragten der SPD-Bundestagsfraktion, Renate Rennebach, zählt
Satanismus zu den "Tabuthemen in der Gesellschaft". Dass vom
Satanismus eine breite Gefährdung für Jugendliche ausgehe, sagt
Rennebach zwar nicht; sie betont aber: "Ich kenne Fälle von
rituellem Missbrauch, ich kenne Kinder, die da rausgeholt wurden, und
ich kenne Leute, die selbst aus derartigen Gruppen ausgebrochen sind.
Aber das Thema weckt nur Interesse, wenn es etwas Reißerisches hergibt."
Weitaus größere Gefahr als vom Satanismus geht nach Rennebachs Einschätzung
von so genannten Sekten und Psychogruppen aus, deren Zahl
deutschlandweit auf rund 600 (mit 2 Millionen Mitgliedern) geschätzt
werde. Das Spektrum reicht von so genannten Offenbarungsgruppen wie Fiat
Lux bis zu Psychokulten wie Scientology. Viele versprächen persönliches
Heil, führten aber letztlich in Abhängigkeit, Isolation, finanziellen
Ruin. Eine vom Bundestag beauftragte Enquete-Kommission zu diesem Thema
hatte 1998 zwar einen Abschlussbericht mit Handlungsempfehlungen
vorgelegt - geschehen ist seither nahezu nichts. Zusammenarbeit zwischen
Forschern, Politikern und Seelsorgern gibt es kaum. Fehlanzeige auch bei
der Prävention. "Nur Eltern- und Betroffeneninitiativen, einzelne
Religionslehrer und Pfarrer erörtern das Thema mit Jugendlichen. Das
war's im Wesentlichen", resümiert Rennebach.
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Dieser Absatz leitet über zu den anderen angeblichen
Psychogrupen und Sekten und wir kommen zum Punkt dieses Artikels.
Es geht um fehlende staatliche Maßnahmen gegen Sekten.
Das Grundgesetz schreibt dem Staat religiöse und
weltanschauliche Neutralität vor. Das kommt aber weder Frau Rennebach
noch dem Autor dieses Artikels in den Sinn. Ganz im Gegenteil es wird
beklagt, dass die Verfassung befolgt wird.
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"Einstiegsdroge"
Esoterik Dass es mit dem geplanten Gesetz zur Regelung der gewerblichen
Lebensbewältigungshilfe nur schleppend vorangeht, obgleich dessen
Entwurf bereits 1997 auf Initiative der SPD vom Bundesrat eingebracht
worden war, räumt Rennebach ein. Aber sie arbeite unverzagt an dessen
Verwirklichung. Das Gesetz soll Verbraucher vor Scharlatanen auf dem
Psychomarkt schützen, die Hilfesuchenden nicht nur wirtschaftlich
schaden - etwa durch Kaskaden teurer Seminare und Erleuchtungskurse -,
sondern auch in psychische Abhängigkeit zu führen versuchen. Als
"Einstiegsdroge" hat Rennebach dabei den Esoterikmarkt
ausgemacht.
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Religion als Droge. Opium fürs Volk?
Derselbe
Ansatz den Linksextremist Gandow schon lange verfolgt. Neue religiöse
Gruppierungen werden mit Drogen gleichgesetzt. Logisch, das Esoterik
da als Einstiegsdroge bezeichnet wird.
Religiöse Bewegungen mit Drogenkonsum gleichzusetzen,
ist eine Verleumdung ungeheuerlichen Ausmaßes.
Interessant ist dabei die Wiederholung einer Idee, die
von linksextremen K-Gruppen Mitgliedern in die Welt gesetzt wurde
durch ein Mitglied des deutschen Bundestages. Dies zeigt wie straff
die Kampagnen der Kritikersekte organisiert sind.
So hat Linksextremist Gandow in der Tat Drogen und
Religion in Wort und Schrift mehrfach gleichgesetzt,
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"Der Enquete-Bericht war
relativ irreführend", räumt Rennebach ein. Das Hauptproblem aber
sei, dass die Grünen kein Interesse zeigten, das Thema erneut
aufzugreifen. Das sieht auch Sektenexperte Gandow so: "Mein
Eindruck ist, dass bei der grünen Partei absolut kein Interesse an der
Regelung des Psychomarktes besteht." Die Grünen meinten offenbar,
auf diese Weise im Interesse eines Teils ihrer Anhänger zu handeln:
"Der Vorwurf des Klientelschutzes wird nicht nur von kirchlichen
Sektenbeauftragten erhoben, sondern auch von Betroffeneninitiativen",
so Gandow.
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Es ist Wahljahr und man bekommt nicht jedermanns
Zustimmung Menschenrechte und das Grundgesetz zu brechen. Da braucht
es schon ein wenig Druck. Da werden die Grünen an den Pranger
gestellt. Was Herr Gandow verschweigt, ist das die sogenannten Betroffeneninitiativen
reine Briefkasten Vereine und Tarnfirmen der Kritikersekte sind mit
dem Zweck Steuergelder zu erschleichen.
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Derlei Vermutungen weist die Grünen-Bundestagsabgeordnete
Angelika Köster-Loßack, wie Rennebach ehemals Mitglied der
Enquete-Kommission so genannte Sekten und Psychogruppen, zurück: "Das
ist völlig absurd. Was heißt hier die Klientel der Grünen?" Es
gehe darum, von der Verfassung zugesicherte Rechte einzuhalten. Die Grünen
setzten bezüglich Psychogruppen auf Aufklärung. Im Übrigen greife
"die Verantwortung des mündigen Bürgers oder des Verbrauchers",
sagt Köster-Loßack. Spezielle Maßnahmen seien mithin nicht nötig.
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Der Hinweis auf das Grundgesetz und Rechtsstaatlichkeit
kommt vom kleinen Partner der Regierungskoalition. Also muss eine
anderer Weg gefunden werden, staatliche Eingriffe gerechtfertigt
erscheinen zu lassen.
Ex K-Gruppen Mitglied Gandow weiß, wie man das macht.
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"Leute werden rekrutiert"
Dass jemand freien Willens in eine Psychogruppe gehe, hält Gandow
allerdings für ausgeschlossen: "Die Leute sind rekrutiert, mit
teils täuschenden Mitteln angeworben worden", so, als ob sie unter
Vorspieglung falscher Tatsachen in einen Buchklub gelockt worden seien.
"Das Problem ist, dass die Gruppen durch die gegenwärtige
Gesetzeslage nicht gezwungen sind, von vornherein aufzudecken, worum es
geht."
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Gandow spricht Andersdenkenden kurzerhand den freien
Willen ab. So ist man dann autorisiert den Willenlosen staatlichen
Schutz angedeihen zu lassen.
Wen das an die Methoden der Stalinisten und anderer
Kommunistischer Gruppierungen erinnert, dem sei gesagt, dass ist kein
Zufall.
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Dass sich daran zunächst
nichts ändern wird, zeigt nicht nur die Einschätzung Köster-Loßacks:
"Ich denke immer noch, dass keine speziellen Maßnahmen ergriffen
werden müssen." Nach der Beratung über den Endbericht der
Enquete-Kommission wurde das Thema im Januar 2000 an zehn Ausschüsse
verwiesen. "Auch an den Verteidigungsausschuss", klagt Gandow.
"Das ist nicht nur eine sehr lange Bank, das ist eine Beerdigung.
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Damit macht Herr Gandow noch einmal den Zweck dieses
Artikels klar. Die Forderung nach staatlichen Eingriffen in die
Religionsfreiheit für 600 religiöse Gruppierungen mit 2 Millionen
Mitgliedern.
Die Kritikersekte allen voran Gandow verfolgen somit
eindeutig verfassungsfeindliche Ziele. Ein Vorwurf den er seit Jahren
an die Scientologykirche richtet.
Nach 4 Jahren Beobachtung der Scientologykirche mit
geheimdienstlichen Mitteln hat der Verfassungsschutz nicht den
leisesten Anhaltspunkt für diese Vorwürfe gefunden.
Ein weiterer Beweis, dass es der Kritikersekte nicht um
Aufklärung oder Information geht, sondern um Verleumdung und
Diffamierung mit dem Ziel die Grundrechte einzuschränken.
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